“Wir lassen sie nicht allein” – mit diesem Spruch wirbt Sewinet. Ich muss allerdings sagen das ich mich sehr allein gelassen fuehle. Seit Anfang Februar versuche ich mit Sewinet ueber die staendig auftretenden Performance-Probleme zu sprechen. Wie schon mehrfach hier im Blog geschrieben ist insbesondere in den fruehen Abendstunden der DSL Anschluss kaum zu benutzen, von “internet ueberall echt schnell” (ebenfalls ein Sewinet-Werbespruch) keine Spur. Da troepfeln die Daten von performanten Servern dann mit 10-20% der moeglichen Geschwindigkeit rein, Online-Spiele ruckeln, Skype hakt.
Egal zu welcher Tageszeit ich versuche bei Sewinet anzurufen, ich lande immer beim Call-Center. Sewinet sagt zum Call-Center: “Zusätzlich wird vorübergehend das Callcenter an ein externes Dienstleistungsunternehmen ausgegliedert, um die Fragen der Kunden noch schneller beantworten zu können.”. Dies kann ich nicht nachvollziehen, die Mitarbeiter dort koennen nach eigener Aussage nur die Daten des Anrufers aufnehmen, aber meine Fragen konnten sie nicht beantworten. Auch ein verbinden zu einem Sewinet-Mitarbeiter ist nicht moeglich.
Ich habe mehrfach mein Anliegen “in die Datenbank” eintragen lassen. Ich habe allein im Februar mehrfach versucht per eMail jemanden zu erreichen – den Techniker der mir frueher geantwortet hat, unseren zustaendigen Kundenbetreuer, Herrn Wilke persoenlich, oder auch ganz allgemein die Info-Adresse. Reaktion: null.
Ich erwarte ja nicht das direkt von jetzt auf gleich eine Loesung gefunden wird, aber eine kleine Info in der Art von “Ja, das Problem ist bekannt, wir arbeiten daran” waere wirklich schoen. Ich verstehe ja auch absolut das Sewinet und die Mitarbeiter dort unter hohem Druck stehen, allerdings ist eine kurze Rueckmeldung innerhalb von 3 1/2 Wochen (wohlgemerkt eine Rueckmeldung, ich spreche nicht von der Problemloesung) doch sicher nicht zuviel verlangt.
Aktuell sieht es, aus Kundensicht, so aus als ob entweder Aussenanbindung von Sewinet (die Leitung zu Lambdanet, ueber die Sewinet den Internetzugang fuer die Kunden bezieht), oder ein Teil des Backbones unterdimensioniert ist. Vielleicht kann Sewinet da ja auch nichts dran aendern, ich schrieb ja schon an dieser Stelle das der Teil des Netzes gar nicht Sewinet gehoert, sondern Wesernet.Aber egal wer Schuld ist – auf der ersten Info-Veranstaltung von Sewinet in Hohenwepel versprach Herr Wilke den anwesenden Buergern unmissverstaendlich das jeder Kunde die erreichbare Kapazitaet des DSL-Anschlusses jederzeit voll nutzen kann. Engpaesse sollten, wenn sie denn auftreten, zeitnah beseitigt werden.
Waere schoen wenn Herr Wilke sich an dieses Versprechen halten wuerde.