Mar 042012
 

So, ich habe mal eine neue TV-Karte ausprobiert, genauer gesagt die Mystique SaTiX-S2 Sky Xpress Dual. Mystique ist eine Eigenmarke vom DVBSHOP, von denen ich schon immer meine TV Karten bezogen habe. Disclaimer: Ich bekomme kein Geld/Rabatte o.ae. von denen 🙂

Der eigentliche Hersteller der Karte ist DVBSKY, das genaue Modell ist DVBSKY S952. Linux-TV listet die Karte hier, aber ohne naehere Infos ob und wie sie unterstuetzt wird. Laut DVBSHOP wird die Karte unterstuetzt, und da ich die Tevii-Konstruktion (die jetzige Karte besteht aus einem PCIe-USB Controller, und 2 “USB” TV-Karten) etwas ungeschickt finde dachte ich mir: probiers halt mal.

Der erste stumpfe Versuch fuehrte zu nix – der aktuelle Kernel (3.2.8-1) erkennt die Karte nicht, auch die neuesten 3.3er RCs waren eine Sackgasse. Also habe ich mal den Support-Thread im DVBSHOP-Forum angeschaut. Die dort beschriebenen Loesungswege wirkten etwas fuckelig, liefen auch unter Arch nicht besonders gut (genauer gesagt: gar nicht). Irgendwie erschien es mir auch recht obskur ein 5 MB grosses Paket runterzuladen, nur um einen kleinen Treiber zu bekommen.

Ein Blick auf die Hersteller-Support-Webseite sah dann vielversprechender aus: Dort gibt es ein kleines ZIP-File (sigh), in dem sich 6 kleine Patchfiles gegen 3.x Kernel-Sourcen befinden. Kurzes Querlesen machte Hoffnung – die Aenderungen halten sich in Grenzen, die Patches liessen sich einwandfrei anwenden. Dummerweise kompilierte der Kernel aber nicht, mit Hilfe von Nico und Micha war der Fehler jedoch schnell gefunden. In der Datei keymaps.patch muss folgende Zeile (Line 30) hinzugefuegt werden:

+#include <linux/module.h>

Damit baut dann der Kernel einwandfrei. Jetzt muss nur noch der Kernel installiert werden, und die Firmware fuer die Karte (ebenfalls auf der Hersteller-Support-Webseite erhaeltlich) nach /lib/firmware kopiert werden. Falls udev beim Neustart meckert: einfach das Modul cx23885 ueber die rc.conf beim Systemstart automatisch laden lassen. Das wars 🙂

Wer es schoener haben will kann, wie ich es auch getan habe, natuerlich ein eigenes Kernel-Package bauen. Damit hat man alles dann auch sauber im System, und muss den Kernel nicht haendisch bauen/installieren. Die Anleitung im Arch Wiki ist recht einfach nachzuvollziehen.

Ich habe die 6 Patches in der “source” sowie in der “md5sums” Sektion der Datei hinzugefuegt, sowie natuerlich auch in dem “build” Segment. Sinnvoll ist es auch den pkgname abzuaendern, dann kann man den Arch Kernel sowie den eigenen parallel installieren.

Somit laeuft die Karte mit minimalstem Aufwand, ich bin mal gespannt wie sie sich jetzt hier im Dauereinsatz schlaegt.

 

 

Jan 232009
 

So – ein kurzes Update:

Hab heute eine neue Test-CD zusammengestellt. Klingt alles ziemlich gediegen, gefaellt. Auch das nicht zwangsweise im Musikbetrieb der Subwoofer mitlaufen muss ist top – den brauch ich wirklich nur fuer Krawall bei Filmen. Kurze Tests mit Kung Fu Panda (der finale Fight) und ein paar anderen BluRays klang sehr nett.

Sieht also gut aus fuer den Onkyo soweit 🙂 Weiteres Probehoeren kommt am Wochenende noch.

Bisher gefundene Nachteile:
– der Lautstaerke-Regler bei der Vorstufe war deutlich besser mit der dynamischen Anpassung auf langsames/schnelles drehen. Der Onkyo wirkt da sehr traege.
– das HDMI-CEC Zeugs stoert eher. Wenn ich den Fernseher ausmache um CD zu hoeren schaltet er alle anderen per HDMI angeschlossenen Geraete mit aus – inklusive dem Receiver… Duh!
– Keine Stationstasten fuer den eingebauten Tuner. WTF? Aber dafuer kann ich den alten Sony-Tuner weiterverwenden, der kann wenigstens auch DAB und das Rack wirkt dann nicht mehr so leer.

Jan 222009
 

Da ist er nun, der Onkyo TX-SR 876 – und weil ich keine grosse Lust habe allen die gefragt haben einzeln zu berichten kommt es halt hier rein.

Der erste Eindruck: Wuchtig. An der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern, und das Display ist auch nicht so gelb/orange wie ich befuerchtet hatte. Der dicke fette Feature-Aufkleber muss natuerlich weichen.

Der zweite Eindruck: Wieso duerfen Verstaerker in der EU eigentlich nicht fuer die Verwendung von Bananensteckern ausgestattet sein? Auf den ersten Blick passen die auch nicht, obwohl Onkyo das Feature im Handbuch erwaehnt. Aber ein kleiner Schraubendreher hilft dabei die Blindstopfen zu entfernen…

Der dritte Eindruck: GOTT ist die Fernbedienung ein Klotz! Da sag nochmal wer das die Pronto zu gross ist:

(Danke an Willi fuer das Foto)

Also schnell die Endstufe abgebaut und den Onkyo erstmal provisorisch mit den Lautsprechern und dem SACD-Player verbunden. Mit der automatischen Einmessung habe ich mich erstmal nicht beschaeftigt, sowas hatte die alte Vor-/Endstufenkombi ja auch nicht. Es ging erstmal darum ganz einfach CDs wiederzugeben, ohne jegliche Klangverschlimmbesserer. Im Pure-Audio-Modus geht das auch gut, einige Lieder klingen etwas besser als vorher, viele quasi gleich – aber zwei oder drei Lieder klingen stellenweise eher schlecht. Ein Beispiel ist Talkin’ Bout A Revolution von Tracy Chapman, so zwischen 0:11 und 0:14. Es braucht allerdings eine durchaus hohe Lautstärke um das rauszuhoeren, und ich muss mal schauen ob das nicht ein Fehler in der Aufnahme ansich ist.

Da ist jedenfalls noch weiteres probehoeren angesagt, und ich denke ich muss die alte Endstufe nochmal zum Vergleich anklemmen.

Dann gings an einen Mehrkanaltest, also die diversen Wiedergabegeraete per HDMI verkabelt (ein Segen, alles ueber ein Kabel…) und die automatische Einmessung gestartet. Da ging mir dann gestern aber die Zeit aus, die ersten Probelaeufe waren vielversprechend, bei Filmen scheint er tendenziell mehr Spass zu machen als die doch eher hifi-lastige Vor-/Endstufenkombi. Der Subwoofer-Pegel erscheint auf den ersten Blick etwas niedrig, aber da kann man ja nachkorrigieren.

Am Wochenende kommt also noch weiteres intensives Probehoeren auf mich zu,aber der erste Eindruck ist durchaus positiv. Der Onkyo schlaegt sich wesentlich besser als der Denon den ich vor etwas ueber einem Jahr zum testen hier hatte, und vielleicht komm ich dem Problemchen mit den einzelnen Songs noch auf die Spur. Den eingebauten Tuner muss ich auch noch testen…

Was sicherlich auch noch “arbeitsintensiv” werden die Experimente mit den (gefuehlt) tausenden Einstellmoeglichkeiten des Receivers, vom Umprogrammieren der Pronto ganz zu schweigen.

Was macht man eigentlich mit einem fast leerem Hifi-Rack? 🙂