Jan 092012
 

Hier ist der Wurm drin, also technisch. Die Kommentarfunktion macht nur noch Stress, an anderen Ecken knirscht es auch, von daher nehm ich das alles mal zum Anlass hier alles neu zu machen. Die ersten Versuche mit Michael sehen schonmal gut aus, es bleibt aber noch einiges an und in Handarbeit zu erledigen.

Von daher: die Kommentare sind erstmal aus, neuen Content gibts dann nach erfolgreichem Umbau wieder…

Aug 022011
 

“vergessen werden ihn viele nicht so schnell” – das schrieb Eike Hein heute morgen im IRC ueber Joerg-Olaf Schaefers.

Das bringt es auf den Punkt. Ich habe gestern viele Nachrufe gelesen, die alle sehr gleich klangen. Wieviel Jo im Netz bewegt hat. Sein Engagement in der Politik, beim AK Zensur, beim JMStV, an so vielen Fronten. Das alles hat er im Grunde von seinem Schreibtisch getan, aber kaum jemand aus der Netzwelt kannte ihn “im echten Leben”.

Ich habe auch einen anderen Menschen kennengelernt, damals, 1995 in Paderborn. Der erste Kontakt in der Uni, er war einer der Handvoll Irrer die sich die Naechte in den Poolraeumen um die Ohren geschlagen haben. Wir haben einige wilde Jahre zusammen erlebt, sind durchs ganze Land gefahren um Freunde zu treffen und Party zu machen. Das gemeinsame Hobby Heimkino und Technik allgemein. Sein wahnsinnger roter 205. Seine manchmal sehr direkte Art, die sicher auch viele vor den Kopf gestossen hat. Seine Hilfsbereitschaft bei Problemen – egal ob technischer oder menschlicher Natur.

Das alles wird mir in Erinnerung bleiben.

Mar 192011
 

Im Zuge eines Updates auf Intels Sandy Bridge Technik (ein Update der PC-Seite folgt die Tage) stand auch die Wahl einer neuen Grafikkarte an. Der gewuenschte Chip war schnell klar: ein NVIDIA 560ti sollte es sein. Ein erster Versuch ging schief, die Karte war zu laut. Ueber einen kleinen Umweg ist es dann eine “Point of View GeForce GTX 560 Ti TGT Charged Edition Triple Fan” geworden, die sprengt zwar fast das Gehaeuse, aber der darauf verbaute Kuehler (von Arctic Cooling) erfuellt alle Erwartungen.

Wie man sieht – alles Millimeterarbeit, aber es passt!

Und das schoene: Die Grafikkarte ist wie die alte MSI Hawk 5770 im normalen Desktop-Betrieb nicht hoerbar, erst so 15 Minuten Furmark treiben die drei Luefter von 20% (600rpm) bis auf 45% (ca. 1350rpm) hoch. Dann kann man die Karte leise erahnen, aber sie ist noch deutlich leiser als die vorher kurz getestete Gigabyte GeForce GTX 560Ti OC. Die war idle schon lauter als die neue Karte unter Last… Somit ist der i7-2600 mit der Grafikkarte im Normalbetrieb genauso extrem leise wie vorher der Phenom II X6 1090T BE. So soll es sein, Ziel erreicht 🙂

Mar 052011
 

Beim Versuch auf einem DD-WRT Router (DD-WRT v24-sp2) mittels OpenVPN eine Lan2Lan Kopplung zu bauen bin ich ueber ein kleines gemeines Detail gestolpert: DD-WRT nimmt das mit dem OpenVPN “Client” sehr ernst, es nattet alles was ueber den VPN Tunnel rausgeht, und laesst keine neuen Anfragen aus dem Tunnel heraus zu, nur Pakete die zu einer bestehenden Verbindung gehoeren. PCs hinter dem Router koennen also wunderbar auf das Netz hinter dem OpenVPN Server zugreifen, aber nicht umgekehrt. Ist natuerlich bloed wenn ein System auf Serverseite die Verbindung aufbauen will, z.b. wenn irgendwas auf einem Drucker hinter dem DD-WRT Router ausgeben soll.

Fuer eine echte Lan2Lan Kopplung gibt es im DD-WRT Wiki die abenteuerlichsten Vorschlaege – das einfachste duerfte aber mein Weg sein: einfach folgende Befehle im DD-WRT Webinterface unter “Administration” -> “Commands” eintragen und als Firewall-Regeln speichern:

iptables -N VPN
iptables -F VPN
iptables -A VPN -i tun0 -o br0 -j ACCEPT
iptables -I INPUT -i tun0 -j VPN
iptables -I FORWARD -i tun0 -j VPN
iptables -I POSTROUTING -t nat -o tun0 -j RETURN

Was dann geschieht ist folgendes:
Es wird eine neue VPN Chain angelegt und geleert. Alles was aus dem Interface tun0 kommt und aus dem Interface br0 raus will (das ist das LAN-Interface des Routers) wird akzeptiert. Jetzt sagen wir iptables das sowohl alle Pakete die aus dem Tunnel kommen durch die neu angelegte Chain laufen sollen. Klar, man haette auch direkt hier sagen koennen das die Pakete in Ordnung sind und durch duerfen, aber falls man den Traffic durch den Tunnel doch mal sauberer regeln will ist es so deutlich eleganter. Als letztes fuegen wir jetzt noch an den ANFANG (!) der POSTROUTING Chain eine Regel ein die iptables anweist die Pakete nicht zu natten, und schon ist die Lan2Lan Kopplung fertig.

Jetzt kann DD-WRT kommen und machen was es will, die dynamisch erzeugten Firewallregeln fuers NAT im VPN Tunnel landen immer am Ende der POSTROUTING-Chain, und werden damit nie ausgefuehrt.

Nov 102010
 

So, nach einigen Stunden als lebender Controller – will sagen: als stolzer Besitzer von Kinect fuer die Xbox360 – mal kurz und knackig die ersten Eindruecke:

– Coole Verpackung, fuer Microsoft-Verhaeltnisse sogar stylisch
– Aufbau ist voellig stressfrei, insbesondere fuer Besitzer der Xbox360 S
– Kalibrierung ist auch schnell erledigt

Das Anlernen von Kinect ID (der automatischen Anmeldung des eigenen Live-Accounts sobald man ins Sichtfeld des Sensors geht) ist der erste Lacher. Kinect schickt einen durch den halben Raum und besteht auf lustigen Posen, aber danach funktioniert das “Autologin” sehr gut. Zum Platzbedarf: Ja, man braucht Platz. Um die 2 Meter Abstand zum Sensor ist das Minimum, und so 1 bis 1,5 Meter sollte man dann noch nach hinten zum spielen haben. In die Breite sollten es 2 bis 3 Meter sein. Der doch grosse Platzbedarf ist jetzt aber kein spezifisches “Problem” von Kinect – wenn man zu zweit nebeneinander spielen will und dabei Arme und Beine bewegen muss braucht man halt den Platz. Bei Playstation und Wii sieht das ja nicht anders aus. Die Bedienung der Xbox ueber den neuen Kinect Hub ist lustig, hat beinahe schon was von Minority Report.

Kinect Adventures (das mitgelieferte und bisher unser einziges Spiel) entpuppt sich, trotz meiner urspruenglichen Bedenken, doch als sehr lustig, und ist eine gute Einfuehrung in das ganze Kinect-Prinzip. Nach ein paar Minuten wird sofort klar das es wirklich ein potentieller Gamechanger ist: es funktioniert einfach. Kein Controller, keine Sticks, kein Garnix in der Hand. Spielen mit ganzem Koerpereinsatz, ducken, springen, Haende wedeln – das bietet keines der beiden anderen Systeme. Natuerlich wirkt das erstmal etwas affig und laecherlich, aber es macht richtig Spass. Die Schapschuesse der Kamera tun natuerlich auch ihr uebriges dazu.

Auf der anderen Seite ist natuerlich nicht alles Gold was glaenzt. Die Qualitaet der Kamera (fuer die Schnappschuesse oder Kinect Video) ist grottig schlecht, was aber auf die Spielesteuerung keinen Einfluss hat. Ausleuchtung des Raums ist wichtig, und unseren leicht spiegelnder Parkettboden scheint Kinect auch nicht so ganz zu moegen. Die aktuell zum Start verfuegbaren Spiele sind eher kurzweilig und fuer Casual-Gamer gedacht. Das Winken zum Aufrufen des Kinect-Hubs muss ich noch ueben.

Aber alles in allem – lustig, macht spass. Jetzt kommt es drauf an was Microsoft noch an Feinschliff nachreichen wird, und was die Zukunft an weiteren Spielen bringt. Ein schoener Beweis das vieles von dem technischen Gerede vorab (Lag, Kameraaufloesung, Praezision usw) keinen Einfluss auf das eigentliche Spielerlebnis hat. Ich jedenfalls werde heute noch ein paar mal Risse im Aquarium stopfen und ein paar Fluesse runterfahren!