Nov 122014
 

Da einige (Dienst)Reisen anstehen, ergibt sich die perfekte Gelegenheit, meinen “Travelbag für Nerds” vorzustellen:

Travelbag

Da ist alles drin, was der Nerd von heute so auf Reisen gebrauchen kann:

IMG_2521

Mit einem Griff alles dabei:

  • TP-Link Travelrouter (Ethernet, Wifi, USB, integrierter Akku. Läuft mit OpenWRT und macht Wifi-Resharing und OpenVPN)
  • 4fach Steckdosen-Würfel mit 2 USB Ladeports (Hotelzimmer haben IMMER zu wenig Steckdosen!)
  • 12000 mAh Akkupack mit 4 USB Ports
  • USB UMTS Stick
  • USB Netzteil
  • USB Spiral-Ladekabel mit Micro-USB Ende
  • 2 * Micro-USB Kabel
  • USB Lightning Kabel
  • USB Ethernet Adapter
  • 3m Ethernetkabel
  • Cat 5e Ethernetkupplung
  • Bluetooth Audio Receiver
  • kurzes 3,5mm Klinke auf 3,5mm Klinke Stereokabel
  • 3,5mm Klinke auf 2 * 3,5mm Buchse Y-Adapter

Damit kann man sich wunderbar an alle denkbaren (Hotel-) Internetanschlüsse hängen, muss sich keine Gedanken über Device-Limits oder WLAN-Mitlauscher machen, und die Stromversorgung ist auch gesichert.

Jan 042014
 

Ich experimentiere gerade mit dem Heise 11W PC unter Linux. Um mir (und euch) in der Zukunft das Gesuche nach den diversen Tips und Tricks zu ersparen, fasse ich meine Erfahrungen mal hier kurz und knapp zusammen.

Der PC besteht aus dem Intel DH87RL Mainboard, einer (beliebigen) Haswell-CPU, Speicher, SSD und Netzteil. In der mir aktuell zur Verfügung stehenden Variante ist ein Intel Core i5-4440, 2*4 GB Crucial Ballistix Sport DDR3-1600, eine 120 GB Samsung 840 EVO SSD sowie ein bequiet! Pure Power 350W L7 Netzteil. Beim Netzteil und Ram bin ich aus gründen der Verfügbarkeit von den Heise-Vorschlägen abgewichen.

Unter Windows 7 bekomm ich die Maschinen auf 13W Idle, ein LiteOn IHAS124-04 DVD-Brenner haut nochmal 4 (!!!) Watt oben drauf. Ich habe den PC via HDMI an meinem Monitor angeschlossen, hier sollte man (sofern der Monitor keine Lautsprecher hat) unbedingt HDMI/DisplayPort Audio im Bios ausschalten. Ansonsten stieg der Verbrauch von 17 auf “beeindruckende” 28 Watt, und die CPUs hatte viel mit System Interrupts zu tun.

Bei den folgenden Beobachtungen beim Einsatz unter Linux war die entsprechende BIOS-Einstellung weiterhin gesetzt. Alle anderen BIOS-Einstellungen sind wie von Heise empfohlen, es wird BIOS Version 323 eingesetzt. Diese Version behebt einige Fehler beim Einsatz von PCIe Steckkarten, insbesondere TV-Karten, und sollte unbedingt verwendet werden.

Nach der Grundinstallation von Arch Linux kam ich auf 18.5 Watt Stromverbrauch, ohne XOrg, reiner Textmodus.Wenn der Monitor nach ein paar Minuten ausgeht, sinkt der Verbrauch auf 17.2 Watt.

Eine kurze Konsultation von Powertop ergab einige Optimierungsansätze, die auch teilweise im Heise-Forum schon erklärt wurden.

  • SATA und PCIe Powermanagement einschalten. Siehe Heise-Forum, senkte hier den Stromverbrauch auf 11 Watt.
  • Überflüssige USB Geräte entfernen. Hier war es der USB Stick mit dem Arch Installationsmedium, ohne den sinkt der Verbrauch auf 10.2 Watt
  • Die restlichen, von Powertop vorgeschlagenen, Optimierungen durchführen. Das waren bei mir: Powersaving für den Audio-Chip, die USB Devices (Tastatur, Maus), NMI Watchdog ausschalten und dann noch WM Writeback anpassen. Bei den genannten Punkten habe ich einfach die von Powertop angezeigten Kommandos übernommen. Damit war der Verbrauch dann bei 9.4 Watt.

Alles in allem stimmt mich das sehr optimistisch, und ich denke die Hardware für die nächste Server-Generation steht fest. Allerdings werde ich keinen i5 verbauen, soviel hat das System dann auch wieder nicht zu tun als das sich der Aufpreis rechnen würde.

Der Einbau der TV-Karte (Digital Devices Cine S2 V6) brachte den Verbrauch dann wieder hoch auf 18.8 Watt. Aber gut, wie im IRC gerade dazu geschrieben wurde: Einen Tod muss man sterben.

Jun 282013
 

So – das neue Archiv-/Backupsystem ist fertig. Der Weg dahin war recht holprig, mit einigen Fluchen verbunden, aber nachdem jetzt alles fertig ist kann ich sagen: ok, passt. Das Ergebnis: klein, aber fein. Viel kleiner kriegt man 14 TB Kapazität wohl momentan nicht (es sei denn man kauft die sündhaft teuren 4TB Platten).

Den Baubericht gibts hier.

Dec 272012
 

So, da gibts dieses Jahr dann doch noch ein Lebenszeichen hier im Blog. Ich habe die letzten Tage genutzt meinen PC mal komplett zu renovieren, den Bericht gibts hier.

Ich muss sagen, das Fractal Define R4 ist das beste Gehaeuse was ich bis jetzt benutzt habe. Definitiv mehr als nur eine Empfehlung wert 🙂 Vielleicht werde ich in den naechsten Tagen mal schauen ob der Rechner immer noch so lautlos bleibt, auch wenn ich noch 4 Festplatten dazu haenge. Aber das Update gibts dann erst in 2013.

Mar 042012
 

So, ich habe mal eine neue TV-Karte ausprobiert, genauer gesagt die Mystique SaTiX-S2 Sky Xpress Dual. Mystique ist eine Eigenmarke vom DVBSHOP, von denen ich schon immer meine TV Karten bezogen habe. Disclaimer: Ich bekomme kein Geld/Rabatte o.ae. von denen 🙂

Der eigentliche Hersteller der Karte ist DVBSKY, das genaue Modell ist DVBSKY S952. Linux-TV listet die Karte hier, aber ohne naehere Infos ob und wie sie unterstuetzt wird. Laut DVBSHOP wird die Karte unterstuetzt, und da ich die Tevii-Konstruktion (die jetzige Karte besteht aus einem PCIe-USB Controller, und 2 “USB” TV-Karten) etwas ungeschickt finde dachte ich mir: probiers halt mal.

Der erste stumpfe Versuch fuehrte zu nix – der aktuelle Kernel (3.2.8-1) erkennt die Karte nicht, auch die neuesten 3.3er RCs waren eine Sackgasse. Also habe ich mal den Support-Thread im DVBSHOP-Forum angeschaut. Die dort beschriebenen Loesungswege wirkten etwas fuckelig, liefen auch unter Arch nicht besonders gut (genauer gesagt: gar nicht). Irgendwie erschien es mir auch recht obskur ein 5 MB grosses Paket runterzuladen, nur um einen kleinen Treiber zu bekommen.

Ein Blick auf die Hersteller-Support-Webseite sah dann vielversprechender aus: Dort gibt es ein kleines ZIP-File (sigh), in dem sich 6 kleine Patchfiles gegen 3.x Kernel-Sourcen befinden. Kurzes Querlesen machte Hoffnung – die Aenderungen halten sich in Grenzen, die Patches liessen sich einwandfrei anwenden. Dummerweise kompilierte der Kernel aber nicht, mit Hilfe von Nico und Micha war der Fehler jedoch schnell gefunden. In der Datei keymaps.patch muss folgende Zeile (Line 30) hinzugefuegt werden:

+#include <linux/module.h>

Damit baut dann der Kernel einwandfrei. Jetzt muss nur noch der Kernel installiert werden, und die Firmware fuer die Karte (ebenfalls auf der Hersteller-Support-Webseite erhaeltlich) nach /lib/firmware kopiert werden. Falls udev beim Neustart meckert: einfach das Modul cx23885 ueber die rc.conf beim Systemstart automatisch laden lassen. Das wars 🙂

Wer es schoener haben will kann, wie ich es auch getan habe, natuerlich ein eigenes Kernel-Package bauen. Damit hat man alles dann auch sauber im System, und muss den Kernel nicht haendisch bauen/installieren. Die Anleitung im Arch Wiki ist recht einfach nachzuvollziehen.

Ich habe die 6 Patches in der “source” sowie in der “md5sums” Sektion der Datei hinzugefuegt, sowie natuerlich auch in dem “build” Segment. Sinnvoll ist es auch den pkgname abzuaendern, dann kann man den Arch Kernel sowie den eigenen parallel installieren.

Somit laeuft die Karte mit minimalstem Aufwand, ich bin mal gespannt wie sie sich jetzt hier im Dauereinsatz schlaegt.

 

 

Feb 192012
 

Nur falls jemand mal was auf Garantie zu Intel schicken muss…

Seit einigen Wochen machte mein Server Stress. Mal braucht er mehrere Versuche zum Starten, er ging aber auch gerne mal nach mehreren Stunden oder Tagen Betrieb einfach stumpf aus. Da ich ja die identische Hardware hier noch als Bastelkiste stehen habe (abzueglich SSD und Platten versteht sich), konnte ich bequem testen – Bastelkiste als Produktivsystem aufgestellt, und dann die defekte Kiste auseinander gerissen: Speicher raus/getauscht, Netzteil getauscht, alle IO-Karten raus, CPU getauscht, Bios Update, Bios Reset usw – keine Chance, der Fehler blieb. Also: Mainboard defekt.

Ich habe dann bei Intel angerufen, und nachdem ich dem Hotliner begreifbar machen konnte das ich wirklich schon alles getauscht habe gings dann recht fix – alle Daten aufgenommen, Garantiestatus anhand der Seriennummer pruefen lassen, und ne RMA Nummer bekommen. Kurz drauf kam dann ne Mail mit der Anleitung fuer den RMA-Prozess. Ich moege mich einfach unter Angabe der Intel Kundennummer bei meiner lokalen DHL Filliale melden, und das Paket dann zu Intel in den Niederlanden schicken. Kam mir komisch vor, bei anderen Herstellern gabs immer ne Paketmarke vorab oder zum selber drucken…

Aber egal, ich ging also zu DHL, und die wussten von nix. Grosse Irritiation, sowas hatten sie noch nicht gehoert, ich moege doch mal bei DHL anrufen. Gut, ich nahm die Visitenkarte, rief die dort aufgedruckte Nummer an – und Fehlanzeige. Nein, das wuerden sie auch nicht kennen, ob ich Geschaeftskunde waere… Long story short, ich sollte dann beim DHL Geschaeftskundensupport anrufen. Gesagt, getan (wieder ne 0180er Nummer versteht sich), und wieder an der falschen Stelle gelandet. Immerhin wussten die wo ich anrufen musste: DHL Express. DA war ich dann richtig, und am folgenden Tag wurde das Paket bei mir abgeholt.

Von daher: wenn ihr mal was zu Intel schicken muesst und euch auch mit der Intel Kundennummer bei DHL melden sollt – ruft direkt bei der (0)180 5 345 300 an!