Nov 122014
 

Da einige (Dienst)Reisen anstehen, ergibt sich die perfekte Gelegenheit, meinen “Travelbag für Nerds” vorzustellen:

Travelbag

Da ist alles drin, was der Nerd von heute so auf Reisen gebrauchen kann:

IMG_2521

Mit einem Griff alles dabei:

  • TP-Link Travelrouter (Ethernet, Wifi, USB, integrierter Akku. Läuft mit OpenWRT und macht Wifi-Resharing und OpenVPN)
  • 4fach Steckdosen-Würfel mit 2 USB Ladeports (Hotelzimmer haben IMMER zu wenig Steckdosen!)
  • 12000 mAh Akkupack mit 4 USB Ports
  • USB UMTS Stick
  • USB Netzteil
  • USB Spiral-Ladekabel mit Micro-USB Ende
  • 2 * Micro-USB Kabel
  • USB Lightning Kabel
  • USB Ethernet Adapter
  • 3m Ethernetkabel
  • Cat 5e Ethernetkupplung
  • Bluetooth Audio Receiver
  • kurzes 3,5mm Klinke auf 3,5mm Klinke Stereokabel
  • 3,5mm Klinke auf 2 * 3,5mm Buchse Y-Adapter

Damit kann man sich wunderbar an alle denkbaren (Hotel-) Internetanschlüsse hängen, muss sich keine Gedanken über Device-Limits oder WLAN-Mitlauscher machen, und die Stromversorgung ist auch gesichert.

Sep 292014
 

Das Posting soll primär als Gedächtnisstütze dienen, wenn ich das selber nochmal bauen will. Das wichtigste ist mir Schritt 4 zu dokumentieren, das hat mich einiges an Zeit gekostet das rauszufinden. Ich setze voraus, das man die beiden Artikel im Arch-Wiki zu dm_crypt und ZFS gelesen, verstanden, und idealerweise schonmal umgesetzt hat. Mein Hauptproblem bei der Einrichtung ist dort nicht dokumentiert, ich werde versuchen die Lösung aus Schritt 4 direkt in die ZFS Pakete einfliessen zu lassen. Nach einem Reboot werden die zpools nicht automatisch eingebunden. Sie sind zwar aktiv und mit den zpool und zfs Befehlen sichtbar, aber die Datasets sind nicht gemounted. Nach einem Export und Import des zpools ist alles wie es sein soll. Das Problem ist eine fehlende Abhängigkeit in den ZFS Startscripten, die nicht warten bis Cryptsetup fertig ist.

Die Anleitung:

Schritt 1: Anlegen der dm_crypt Devices. Einmal mit Passphrase, danach wird ein Keyfile zugefügt. Das ist nötig, um ohne die Passphrase einzugeben den Rechner neu starten zu können.

cryptsetup --cipher aes-xts-plain64 --key-size 512 --hash sha512 luksFormat /dev/sda
cryptsetup --cipher aes-xts-plain64 --key-size 512 --hash sha512 luksFormat /dev/sdb
cryptsetup --cipher aes-xts-plain64 --key-size 512 --hash sha512 luksFormat /dev/sdc
dd if=/dev/random of=/etc/cryptfs.key bs=512 count=5
cryptsetup luksAddKey /dev/sda /etc/cryptfs.key
cryptsetup luksAddKey /dev/sdb /etc/cryptfs.key
cryptsetup luksAddKey /dev/sdc /etc/cryptfs.key

Schritt 2: Editieren der Datei /etc/crypttab, welche für das automatische Öffnen der dm_crypt Devices beim Systemstart zuständig ist. Die erste Spalte ist der Name, unter dem das Device der zweiten Spalte geöffnet werden soll (es taucht dann als /dev/mapper/DISK-WD-SERIENNUMMER1 auf), und die dritte Spalte ist das zu verwendende Keyfile.

DISK-WD-SERIENNUMMER1     /dev/disk/by-id/ata-WDC_WD30EFRX-68EUZN0_SERIENNUMMER1    /etc/cryptfs.key
DISK-WD-SERIENNUMMER2     /dev/disk/by-id/ata-WDC_WD30EFRX-68EUZN0_SERIENNUMMER2    /etc/cryptfs.key
DISK-WD-SERIENNUMMER3     /dev/disk/by-id/ata-WDC_WD30EFRX-68EUZN0_SERIENNUMMER3    /etc/cryptfs.key

Schritt 3: Nach einem Server-Reboot sollten die dm_crypt Devices jetzt automatisch geöffnet worden sein, und es kann weitergehen – wir legen den zpool an. Die einzelnen Optionen können für euch natürlich variieren, ich verweise einfach mal auf die oben genannte Wiki-Seite.

zpool create -f -o ashift=12 -O atime=off -O casesensitivity=mixed -O mountpoint=/zfs/storage storage raidz1 /dev/mapper/DISK-WD-SERIENNUMMER1 /dev/mapper/DISK-WD-SERIENNUMMER2 /dev/mapper/DISK-WD-SERIENNUMMER3
zfs create storage/archiv -o mountpoint=/mnt/archiv
zfs create storage/backup -o mountpoint=/mnt/backup

Schritt 4: Nach einem weiteren Reboot stellt man, wie schon in der Einleitung beschrieben, fest: der zpool ist aktiv, aber keines der Datasets ist gemounted. Die Ursache liegt darin, das die beiden Systemd-Services zfs-import-cache und zfs-import-scan nicht auf das Cryptsetup-Target warten. Daher legen wir 2 Erweiterungen der zugehörigen Unit-Files an (die Funktionsweise der Erweiterungen ist im systemd-Artikel das Arch Wikis beschrieben).

mkdir /etc/systemd/system/zfs-import-cache.service.d
echo "[Unit]
After=cryptsetup.target" >/etc/systemd/system/zfs-import-cache.service.d/cryptsetup.conf
mkdir /etc/systemd/system/zfs-import-scan.service.d
echo "[Unit]
After=cryptsetup.target" >/etc/systemd/system/zfs-import-scan.service.d/cryptsetup.conf

Das wars dann auch schon. Jetzt sind nach jedem Reboot automatisch alle zpools und Datasets aktiv bzw. gemounted.

Jan 042014
 

Ich experimentiere gerade mit dem Heise 11W PC unter Linux. Um mir (und euch) in der Zukunft das Gesuche nach den diversen Tips und Tricks zu ersparen, fasse ich meine Erfahrungen mal hier kurz und knapp zusammen.

Der PC besteht aus dem Intel DH87RL Mainboard, einer (beliebigen) Haswell-CPU, Speicher, SSD und Netzteil. In der mir aktuell zur Verfügung stehenden Variante ist ein Intel Core i5-4440, 2*4 GB Crucial Ballistix Sport DDR3-1600, eine 120 GB Samsung 840 EVO SSD sowie ein bequiet! Pure Power 350W L7 Netzteil. Beim Netzteil und Ram bin ich aus gründen der Verfügbarkeit von den Heise-Vorschlägen abgewichen.

Unter Windows 7 bekomm ich die Maschinen auf 13W Idle, ein LiteOn IHAS124-04 DVD-Brenner haut nochmal 4 (!!!) Watt oben drauf. Ich habe den PC via HDMI an meinem Monitor angeschlossen, hier sollte man (sofern der Monitor keine Lautsprecher hat) unbedingt HDMI/DisplayPort Audio im Bios ausschalten. Ansonsten stieg der Verbrauch von 17 auf “beeindruckende” 28 Watt, und die CPUs hatte viel mit System Interrupts zu tun.

Bei den folgenden Beobachtungen beim Einsatz unter Linux war die entsprechende BIOS-Einstellung weiterhin gesetzt. Alle anderen BIOS-Einstellungen sind wie von Heise empfohlen, es wird BIOS Version 323 eingesetzt. Diese Version behebt einige Fehler beim Einsatz von PCIe Steckkarten, insbesondere TV-Karten, und sollte unbedingt verwendet werden.

Nach der Grundinstallation von Arch Linux kam ich auf 18.5 Watt Stromverbrauch, ohne XOrg, reiner Textmodus.Wenn der Monitor nach ein paar Minuten ausgeht, sinkt der Verbrauch auf 17.2 Watt.

Eine kurze Konsultation von Powertop ergab einige Optimierungsansätze, die auch teilweise im Heise-Forum schon erklärt wurden.

  • SATA und PCIe Powermanagement einschalten. Siehe Heise-Forum, senkte hier den Stromverbrauch auf 11 Watt.
  • Überflüssige USB Geräte entfernen. Hier war es der USB Stick mit dem Arch Installationsmedium, ohne den sinkt der Verbrauch auf 10.2 Watt
  • Die restlichen, von Powertop vorgeschlagenen, Optimierungen durchführen. Das waren bei mir: Powersaving für den Audio-Chip, die USB Devices (Tastatur, Maus), NMI Watchdog ausschalten und dann noch WM Writeback anpassen. Bei den genannten Punkten habe ich einfach die von Powertop angezeigten Kommandos übernommen. Damit war der Verbrauch dann bei 9.4 Watt.

Alles in allem stimmt mich das sehr optimistisch, und ich denke die Hardware für die nächste Server-Generation steht fest. Allerdings werde ich keinen i5 verbauen, soviel hat das System dann auch wieder nicht zu tun als das sich der Aufpreis rechnen würde.

Der Einbau der TV-Karte (Digital Devices Cine S2 V6) brachte den Verbrauch dann wieder hoch auf 18.8 Watt. Aber gut, wie im IRC gerade dazu geschrieben wurde: Einen Tod muss man sterben.

Jun 282013
 

So – das neue Archiv-/Backupsystem ist fertig. Der Weg dahin war recht holprig, mit einigen Fluchen verbunden, aber nachdem jetzt alles fertig ist kann ich sagen: ok, passt. Das Ergebnis: klein, aber fein. Viel kleiner kriegt man 14 TB Kapazität wohl momentan nicht (es sei denn man kauft die sündhaft teuren 4TB Platten).

Den Baubericht gibts hier.

Apr 292013
 

Da brach wieder etwas das Spielkind aus mir raus, und nach einiger Lobhudelei eines Freundes bestellte ich einen Onkyo TX-NR818. Dieser sollte den, mittlerweile etwas in die Jahre gekommenen, TX-SR876 ersetzen.

Mehr HDMI Eingänge, besserer Klang (laut besagtem Freund ein Quantensprung zu den vorherigen Onkyo-Generationen), modernes OSD, Netzwerkfunktionen, Apps, USB… und das zu einem relativ ueberschaubaren Preis. Klang zu verlockend um “nein” zu sagen…

Der Receiver wurde auch sehr fix geliefert, Freitag bestellt, Samstag da. Das Verkabeln war natuerlich nervig, aber war auch recht schnell geschafft. Die ersten Eindruecke waren auch gut, der Klang nach dem Einmessen – also quasi out-of-the-box – erstaunlich gut.

Beim Fussball kam dann aber schon die Ernuechterung: Irgendwie war das Bild deutlich schlechter als mit dem alten Receiver, gerade bei den Kameraschwenks ueber das Spielfeld. Zum Glueck ist der Onkyo recht auskunftsfreudig, und gibt bereitwillig Auskunft, was fuer ein Signal ankommt, und was er daraus macht. 1080i kam von der Dreambox, also war da alles gut. Raus zum Beamer ging: 1080i. Und da war alles klar: der Deinterlacer des Beamers ist nicht wirklich doll, deswegen hat den Job der alte Onkyo uebernommen.

Im Glauben, das es halt irgendwo einstellbar ist, habe ich das Setup-Menue des neuen Receivers aufgerufen. Das heisst: ich wollte das tun. Passiert ist naemlich nix. Testweise mal den Fernseher angemacht, was ja schon tricky ist, der steht ja hinter der ausgefahrenen Leinwand, und siehe da: ein Setup-Menue. Einstellmoeglichkeiten fuer die Eingangsquellen fanden sich jedoch nicht.

Nach langem probieren, Handbuch lesen, fluchen und schimpfen kam dann folgendes raus:

Alter Onkyo:

  • Fuer jeden der 4 HDMI Eingaenge ist getrennt einstellbar, was aus dem Bildsignal gemacht werden soll: Pass-Through, skalieren auf 720p oder 1080p, Deinterlacing, whatever.
  • Das OSD sieht auf beiden HDMI-Ausgaengen (Main und Sub) identisch aus, und hat die gleiche Funktionalitaet
  • Das Setup-Menue ist auf beiden Ausgaengen verfuegbar

Neuer Onkyo:

  • Fuer die HDMI Eingaenge kann man nichts mehr einstellen, was in Richtung Pass-Through, scaling oder deinterlacing geht
  • Fuer den HDMI Ausgang “Main” kann man das einstellen, was aber etwas bloede ist, wenn man Quellen hat die man einfach nur durchreichen will (bei mir: Xbox 360, HTPC, Bluray-Player)
  • Fuer den HDMI Ausgang “Sub” kann man ausschliesslich Pass-Through einstellen, was halt bloed ist, wenn man, wie ich fuer die DreamBox, auf Deinterlacing angewiesen ist
  • Stellt man die HDMI Ausgaenge auf “both”, dann wird das Bild zwangsweise fuer beide Ausgaenge mit einer Automatik verwurstet, die dann wohl auswuerfelt ob und was sie mit dem Bild macht
  • Das OSD sieht auf HDMI Ausgang “Main” schick, stylisch und modern aus, auf HDMI Ausgang “Sub” dann eher wie 80er Jahre Kloetzchengrafik. Der Funktionsumfang ist passend dazu auch gleich Null.
  • Die Setup- und Netzwerkfunktionen sind ueber HDMI “Sub” ueberhaupt nicht nutzbar

So taugt das natuerlich nicht, ich will doch nicht bei jedem Besuch des Setup-Menues die Leinwand hochfahren, mit dem Fernseher Einstellungen aendern, und dann wieder Leinwand runter? Gerade wenn ich Bildeinstellungen aendern will, und sehen will wie sich das auf den Beamer auswirkt.

Ich habe dann heute mal den Onkyo Support angesprochen, der wirklich schnell, und ohne Textbausteine und Phrasen geantwortet hat, danke dafuer!

Das Ergebnis war allerdings nicht so schoen. Das Verhalten des TX-NR818 (und aller anderen aktuellen Receiver, rauf bis zum TX-NR5010 und der Vorstufe) ist “by Design” so. Der alte Receiver hatte den Signalfluss: HDMI Eingaenge -> Videoprozessor -> simpler A/B Schalter fuer die beiden HDMI Ausgaenge. Simpel, funktioniert, und ergibt zwei gleichwertige HDMI Ausgaenge. Das einzige was nicht funktionieren wuerde, ist beide Ausgaenge gleichzeitig zu nutzen. Aber mal ehrlich, braucht man das? Werden nicht bestimmt 99% der Kaeufer, die sich bewusst fuer einen Receiver mit 2 HDMI Ausgaengen entscheiden, das genau fuer so ein Setup TV und Beamer tun?

Die Intention bei den neuen Receivern ist folgende: Multi-Room. Man soll den zweiten HDMI Ausgang nutzen, um damit einen weitern Raum mit einem Videosignal zu beschicken. Die HDMI Eingangssignale gehen zum einen an den Haupt-Videoprozessor, der alles kann was die Werbung verspricht, und von da aus an den HDMI “Main” Ausgang. Der HDMI Ausgang “Sub” wird von einem anderen Video-Prozessor (oder auch vom ersten, mit verminderten Features) angesteuert.

Fuer mein Einsatzszenario, welches 2 gleichwertige Ausgaenge benoetigt, ist das einfach nur funktional kaputt.

Fazit der Aktion: der TX-NR818 ist eben wieder bei der Post gelandet und auf dem Rueckweg, und die aktuelle Produktgeneration von Onkyo Receivern ist raus aus der Wunschliste. Fuers erste steht dann jetzt der TX-SR876 wieder an seinem angestammten Platz, und ich habe gelernt: simple Dinge, die einfach so funktioniert haben wie man es erwarten wuerde, werden in neuen Produktgenerationen gerne kaputt gemacht, und man sollte nicht blind davon ausgehen das sie so funktionieren wie frueher.

Eigentlich sollte ich das nach ueber 20 Jahren IT auch wissen. Stupid me.

Dec 272012
 

So, da gibts dieses Jahr dann doch noch ein Lebenszeichen hier im Blog. Ich habe die letzten Tage genutzt meinen PC mal komplett zu renovieren, den Bericht gibts hier.

Ich muss sagen, das Fractal Define R4 ist das beste Gehaeuse was ich bis jetzt benutzt habe. Definitiv mehr als nur eine Empfehlung wert :-) Vielleicht werde ich in den naechsten Tagen mal schauen ob der Rechner immer noch so lautlos bleibt, auch wenn ich noch 4 Festplatten dazu haenge. Aber das Update gibts dann erst in 2013.

Jun 072012
 

Da JAlbum etwas zickt, extra fuer Claudi schon mal vorab ein paar Bilder vom Fight im Opel-Zoo letztes Wochenende:

Bleibt nur noch die Frage – kennt jemand ne Alternative zu JAlbum? :-) Kaesetierchen.de braucht dringend was neues…

Mar 042012
 

So, ich habe mal eine neue TV-Karte ausprobiert, genauer gesagt die Mystique SaTiX-S2 Sky Xpress Dual. Mystique ist eine Eigenmarke vom DVBSHOP, von denen ich schon immer meine TV Karten bezogen habe. Disclaimer: Ich bekomme kein Geld/Rabatte o.ae. von denen :-)

Der eigentliche Hersteller der Karte ist DVBSKY, das genaue Modell ist DVBSKY S952. Linux-TV listet die Karte hier, aber ohne naehere Infos ob und wie sie unterstuetzt wird. Laut DVBSHOP wird die Karte unterstuetzt, und da ich die Tevii-Konstruktion (die jetzige Karte besteht aus einem PCIe-USB Controller, und 2 “USB” TV-Karten) etwas ungeschickt finde dachte ich mir: probiers halt mal.

Der erste stumpfe Versuch fuehrte zu nix – der aktuelle Kernel (3.2.8-1) erkennt die Karte nicht, auch die neuesten 3.3er RCs waren eine Sackgasse. Also habe ich mal den Support-Thread im DVBSHOP-Forum angeschaut. Die dort beschriebenen Loesungswege wirkten etwas fuckelig, liefen auch unter Arch nicht besonders gut (genauer gesagt: gar nicht). Irgendwie erschien es mir auch recht obskur ein 5 MB grosses Paket runterzuladen, nur um einen kleinen Treiber zu bekommen.

Ein Blick auf die Hersteller-Support-Webseite sah dann vielversprechender aus: Dort gibt es ein kleines ZIP-File (sigh), in dem sich 6 kleine Patchfiles gegen 3.x Kernel-Sourcen befinden. Kurzes Querlesen machte Hoffnung – die Aenderungen halten sich in Grenzen, die Patches liessen sich einwandfrei anwenden. Dummerweise kompilierte der Kernel aber nicht, mit Hilfe von Nico und Micha war der Fehler jedoch schnell gefunden. In der Datei keymaps.patch muss folgende Zeile (Line 30) hinzugefuegt werden:

+#include <linux/module.h>

Damit baut dann der Kernel einwandfrei. Jetzt muss nur noch der Kernel installiert werden, und die Firmware fuer die Karte (ebenfalls auf der Hersteller-Support-Webseite erhaeltlich) nach /lib/firmware kopiert werden. Falls udev beim Neustart meckert: einfach das Modul cx23885 ueber die rc.conf beim Systemstart automatisch laden lassen. Das wars :-)

Wer es schoener haben will kann, wie ich es auch getan habe, natuerlich ein eigenes Kernel-Package bauen. Damit hat man alles dann auch sauber im System, und muss den Kernel nicht haendisch bauen/installieren. Die Anleitung im Arch Wiki ist recht einfach nachzuvollziehen.

Ich habe die 6 Patches in der “source” sowie in der “md5sums” Sektion der Datei hinzugefuegt, sowie natuerlich auch in dem “build” Segment. Sinnvoll ist es auch den pkgname abzuaendern, dann kann man den Arch Kernel sowie den eigenen parallel installieren.

Somit laeuft die Karte mit minimalstem Aufwand, ich bin mal gespannt wie sie sich jetzt hier im Dauereinsatz schlaegt.

 

 

Feb 192012
 

Nur falls jemand mal was auf Garantie zu Intel schicken muss…

Seit einigen Wochen machte mein Server Stress. Mal braucht er mehrere Versuche zum Starten, er ging aber auch gerne mal nach mehreren Stunden oder Tagen Betrieb einfach stumpf aus. Da ich ja die identische Hardware hier noch als Bastelkiste stehen habe (abzueglich SSD und Platten versteht sich), konnte ich bequem testen – Bastelkiste als Produktivsystem aufgestellt, und dann die defekte Kiste auseinander gerissen: Speicher raus/getauscht, Netzteil getauscht, alle IO-Karten raus, CPU getauscht, Bios Update, Bios Reset usw – keine Chance, der Fehler blieb. Also: Mainboard defekt.

Ich habe dann bei Intel angerufen, und nachdem ich dem Hotliner begreifbar machen konnte das ich wirklich schon alles getauscht habe gings dann recht fix – alle Daten aufgenommen, Garantiestatus anhand der Seriennummer pruefen lassen, und ne RMA Nummer bekommen. Kurz drauf kam dann ne Mail mit der Anleitung fuer den RMA-Prozess. Ich moege mich einfach unter Angabe der Intel Kundennummer bei meiner lokalen DHL Filliale melden, und das Paket dann zu Intel in den Niederlanden schicken. Kam mir komisch vor, bei anderen Herstellern gabs immer ne Paketmarke vorab oder zum selber drucken…

Aber egal, ich ging also zu DHL, und die wussten von nix. Grosse Irritiation, sowas hatten sie noch nicht gehoert, ich moege doch mal bei DHL anrufen. Gut, ich nahm die Visitenkarte, rief die dort aufgedruckte Nummer an – und Fehlanzeige. Nein, das wuerden sie auch nicht kennen, ob ich Geschaeftskunde waere… Long story short, ich sollte dann beim DHL Geschaeftskundensupport anrufen. Gesagt, getan (wieder ne 0180er Nummer versteht sich), und wieder an der falschen Stelle gelandet. Immerhin wussten die wo ich anrufen musste: DHL Express. DA war ich dann richtig, und am folgenden Tag wurde das Paket bei mir abgeholt.

Von daher: wenn ihr mal was zu Intel schicken muesst und euch auch mit der Intel Kundennummer bei DHL melden sollt – ruft direkt bei der (0)180 5 345 300 an!

Jan 252012
 

Januar? Acurus? Micha? Egal, wenn ihr dieses Posting lesen koennt hat der Blog-Umzug soweit geklappt, wenn ihr es in eurem RSS-Reader habt dann sogar besser als gedacht :-)

Alle Inhalte sollten soweit da sein, die Postings haben auch die gleichen Permalinks (was dann Google freut). Da ich die statischen Pages komplett umgebaut habe gabs da dann neue Permalinks, das ging leider nicht anders. Das Thema Design werde ich dann in den kommenden Tagen angehen, bei der aktuellen Lage rund um Sewinet war es mir wichtiger erstmal wieder ein funktionierendes Blog zu haben…