Jan 042014
 

Ich experimentiere gerade mit dem Heise 11W PC unter Linux. Um mir (und euch) in der Zukunft das Gesuche nach den diversen Tips und Tricks zu ersparen, fasse ich meine Erfahrungen mal hier kurz und knapp zusammen.

Der PC besteht aus dem Intel DH87RL Mainboard, einer (beliebigen) Haswell-CPU, Speicher, SSD und Netzteil. In der mir aktuell zur Verfügung stehenden Variante ist ein Intel Core i5-4440, 2*4 GB Crucial Ballistix Sport DDR3-1600, eine 120 GB Samsung 840 EVO SSD sowie ein bequiet! Pure Power 350W L7 Netzteil. Beim Netzteil und Ram bin ich aus gründen der Verfügbarkeit von den Heise-Vorschlägen abgewichen.

Unter Windows 7 bekomm ich die Maschinen auf 13W Idle, ein LiteOn IHAS124-04 DVD-Brenner haut nochmal 4 (!!!) Watt oben drauf. Ich habe den PC via HDMI an meinem Monitor angeschlossen, hier sollte man (sofern der Monitor keine Lautsprecher hat) unbedingt HDMI/DisplayPort Audio im Bios ausschalten. Ansonsten stieg der Verbrauch von 17 auf “beeindruckende” 28 Watt, und die CPUs hatte viel mit System Interrupts zu tun.

Bei den folgenden Beobachtungen beim Einsatz unter Linux war die entsprechende BIOS-Einstellung weiterhin gesetzt. Alle anderen BIOS-Einstellungen sind wie von Heise empfohlen, es wird BIOS Version 323 eingesetzt. Diese Version behebt einige Fehler beim Einsatz von PCIe Steckkarten, insbesondere TV-Karten, und sollte unbedingt verwendet werden.

Nach der Grundinstallation von Arch Linux kam ich auf 18.5 Watt Stromverbrauch, ohne XOrg, reiner Textmodus.Wenn der Monitor nach ein paar Minuten ausgeht, sinkt der Verbrauch auf 17.2 Watt.

Eine kurze Konsultation von Powertop ergab einige Optimierungsansätze, die auch teilweise im Heise-Forum schon erklärt wurden.

  • SATA und PCIe Powermanagement einschalten. Siehe Heise-Forum, senkte hier den Stromverbrauch auf 11 Watt.
  • Überflüssige USB Geräte entfernen. Hier war es der USB Stick mit dem Arch Installationsmedium, ohne den sinkt der Verbrauch auf 10.2 Watt
  • Die restlichen, von Powertop vorgeschlagenen, Optimierungen durchführen. Das waren bei mir: Powersaving für den Audio-Chip, die USB Devices (Tastatur, Maus), NMI Watchdog ausschalten und dann noch WM Writeback anpassen. Bei den genannten Punkten habe ich einfach die von Powertop angezeigten Kommandos übernommen. Damit war der Verbrauch dann bei 9.4 Watt.

Alles in allem stimmt mich das sehr optimistisch, und ich denke die Hardware für die nächste Server-Generation steht fest. Allerdings werde ich keinen i5 verbauen, soviel hat das System dann auch wieder nicht zu tun als das sich der Aufpreis rechnen würde.

Der Einbau der TV-Karte (Digital Devices Cine S2 V6) brachte den Verbrauch dann wieder hoch auf 18.8 Watt. Aber gut, wie im IRC gerade dazu geschrieben wurde: Einen Tod muss man sterben.

Jun 282013
 

So – das neue Archiv-/Backupsystem ist fertig. Der Weg dahin war recht holprig, mit einigen Fluchen verbunden, aber nachdem jetzt alles fertig ist kann ich sagen: ok, passt. Das Ergebnis: klein, aber fein. Viel kleiner kriegt man 14 TB Kapazität wohl momentan nicht (es sei denn man kauft die sündhaft teuren 4TB Platten).

Den Baubericht gibts hier.

Apr 292013
 

Da brach wieder etwas das Spielkind aus mir raus, und nach einiger Lobhudelei eines Freundes bestellte ich einen Onkyo TX-NR818. Dieser sollte den, mittlerweile etwas in die Jahre gekommenen, TX-SR876 ersetzen.

Mehr HDMI Eingänge, besserer Klang (laut besagtem Freund ein Quantensprung zu den vorherigen Onkyo-Generationen), modernes OSD, Netzwerkfunktionen, Apps, USB… und das zu einem relativ ueberschaubaren Preis. Klang zu verlockend um “nein” zu sagen…

Der Receiver wurde auch sehr fix geliefert, Freitag bestellt, Samstag da. Das Verkabeln war natuerlich nervig, aber war auch recht schnell geschafft. Die ersten Eindruecke waren auch gut, der Klang nach dem Einmessen – also quasi out-of-the-box – erstaunlich gut.

Beim Fussball kam dann aber schon die Ernuechterung: Irgendwie war das Bild deutlich schlechter als mit dem alten Receiver, gerade bei den Kameraschwenks ueber das Spielfeld. Zum Glueck ist der Onkyo recht auskunftsfreudig, und gibt bereitwillig Auskunft, was fuer ein Signal ankommt, und was er daraus macht. 1080i kam von der Dreambox, also war da alles gut. Raus zum Beamer ging: 1080i. Und da war alles klar: der Deinterlacer des Beamers ist nicht wirklich doll, deswegen hat den Job der alte Onkyo uebernommen.

Im Glauben, das es halt irgendwo einstellbar ist, habe ich das Setup-Menue des neuen Receivers aufgerufen. Das heisst: ich wollte das tun. Passiert ist naemlich nix. Testweise mal den Fernseher angemacht, was ja schon tricky ist, der steht ja hinter der ausgefahrenen Leinwand, und siehe da: ein Setup-Menue. Einstellmoeglichkeiten fuer die Eingangsquellen fanden sich jedoch nicht.

Nach langem probieren, Handbuch lesen, fluchen und schimpfen kam dann folgendes raus:

Alter Onkyo:

  • Fuer jeden der 4 HDMI Eingaenge ist getrennt einstellbar, was aus dem Bildsignal gemacht werden soll: Pass-Through, skalieren auf 720p oder 1080p, Deinterlacing, whatever.
  • Das OSD sieht auf beiden HDMI-Ausgaengen (Main und Sub) identisch aus, und hat die gleiche Funktionalitaet
  • Das Setup-Menue ist auf beiden Ausgaengen verfuegbar

Neuer Onkyo:

  • Fuer die HDMI Eingaenge kann man nichts mehr einstellen, was in Richtung Pass-Through, scaling oder deinterlacing geht
  • Fuer den HDMI Ausgang “Main” kann man das einstellen, was aber etwas bloede ist, wenn man Quellen hat die man einfach nur durchreichen will (bei mir: Xbox 360, HTPC, Bluray-Player)
  • Fuer den HDMI Ausgang “Sub” kann man ausschliesslich Pass-Through einstellen, was halt bloed ist, wenn man, wie ich fuer die DreamBox, auf Deinterlacing angewiesen ist
  • Stellt man die HDMI Ausgaenge auf “both”, dann wird das Bild zwangsweise fuer beide Ausgaenge mit einer Automatik verwurstet, die dann wohl auswuerfelt ob und was sie mit dem Bild macht
  • Das OSD sieht auf HDMI Ausgang “Main” schick, stylisch und modern aus, auf HDMI Ausgang “Sub” dann eher wie 80er Jahre Kloetzchengrafik. Der Funktionsumfang ist passend dazu auch gleich Null.
  • Die Setup- und Netzwerkfunktionen sind ueber HDMI “Sub” ueberhaupt nicht nutzbar

So taugt das natuerlich nicht, ich will doch nicht bei jedem Besuch des Setup-Menues die Leinwand hochfahren, mit dem Fernseher Einstellungen aendern, und dann wieder Leinwand runter? Gerade wenn ich Bildeinstellungen aendern will, und sehen will wie sich das auf den Beamer auswirkt.

Ich habe dann heute mal den Onkyo Support angesprochen, der wirklich schnell, und ohne Textbausteine und Phrasen geantwortet hat, danke dafuer!

Das Ergebnis war allerdings nicht so schoen. Das Verhalten des TX-NR818 (und aller anderen aktuellen Receiver, rauf bis zum TX-NR5010 und der Vorstufe) ist “by Design” so. Der alte Receiver hatte den Signalfluss: HDMI Eingaenge -> Videoprozessor -> simpler A/B Schalter fuer die beiden HDMI Ausgaenge. Simpel, funktioniert, und ergibt zwei gleichwertige HDMI Ausgaenge. Das einzige was nicht funktionieren wuerde, ist beide Ausgaenge gleichzeitig zu nutzen. Aber mal ehrlich, braucht man das? Werden nicht bestimmt 99% der Kaeufer, die sich bewusst fuer einen Receiver mit 2 HDMI Ausgaengen entscheiden, das genau fuer so ein Setup TV und Beamer tun?

Die Intention bei den neuen Receivern ist folgende: Multi-Room. Man soll den zweiten HDMI Ausgang nutzen, um damit einen weitern Raum mit einem Videosignal zu beschicken. Die HDMI Eingangssignale gehen zum einen an den Haupt-Videoprozessor, der alles kann was die Werbung verspricht, und von da aus an den HDMI “Main” Ausgang. Der HDMI Ausgang “Sub” wird von einem anderen Video-Prozessor (oder auch vom ersten, mit verminderten Features) angesteuert.

Fuer mein Einsatzszenario, welches 2 gleichwertige Ausgaenge benoetigt, ist das einfach nur funktional kaputt.

Fazit der Aktion: der TX-NR818 ist eben wieder bei der Post gelandet und auf dem Rueckweg, und die aktuelle Produktgeneration von Onkyo Receivern ist raus aus der Wunschliste. Fuers erste steht dann jetzt der TX-SR876 wieder an seinem angestammten Platz, und ich habe gelernt: simple Dinge, die einfach so funktioniert haben wie man es erwarten wuerde, werden in neuen Produktgenerationen gerne kaputt gemacht, und man sollte nicht blind davon ausgehen das sie so funktionieren wie frueher.

Eigentlich sollte ich das nach ueber 20 Jahren IT auch wissen. Stupid me.

Apr 062013
 

Heute lag ein Flyer in der Post. Sewinet wirbt dort mit “SURF-SPASS OHNE ENDE!” und “Vom ersten, bis zum letzten Tag des Monats – mit Hochgeschwindigkeit!”

Meine Erfahrung der letzten Monate: Der Surf-Spass hat zu den Stosszeiten sehr schnell ein Ende, und von Hochgeschwindigkeit kann keine Rede sein. Und da neue Kunden die Situation nur verschaerfen werden, stehen uns in Hohenwepel sicher noch “spassige” Zeiten bevor.

Ich habe ein Mess-System aufgesetzt, was das ganze protokolliert – und diese Daten natuerlich auch Sewinet zur Verfuegung gestellt. Beispielhaft mal ein Screenshot vom 24.02.2013:

Bildschirmfoto 2013-02-24 um 18.59.49

Bei Latenzzeiten von über 100ms wird alles kritisch, was interaktiv ist. Computerspiele, Remote-Zugaenge fuer Homeoffice, SSH-Konsolenverbindungen. Ab 250ms wird eigentlich alles sehr traege, und ab 500ms geht im Grunde nichts mehr. Gemessen habe ich hier die Verbindung von meinem Router zum Einwahl-System von Sewinet. Die Argumentation “irgendein Server im Internet hat halt grad nen schlechten Tag” zaehlt also nicht, es spielt sich hier alles innerhalb der Sewinet-Infrastruktur ab. Am oberen Graphen sieht man, das im gleichen Zeitraum unsere Internetanbindung vom Datendurchsatz her so gar nicht belastet war, wir bremsen uns also nicht selber aus.

Soviel zu “Hochgeschwindigkeit” und “Surf-Spass”.

Dec 272012
 

So, da gibts dieses Jahr dann doch noch ein Lebenszeichen hier im Blog. Ich habe die letzten Tage genutzt meinen PC mal komplett zu renovieren, den Bericht gibts hier.

Ich muss sagen, das Fractal Define R4 ist das beste Gehaeuse was ich bis jetzt benutzt habe. Definitiv mehr als nur eine Empfehlung wert :-) Vielleicht werde ich in den naechsten Tagen mal schauen ob der Rechner immer noch so lautlos bleibt, auch wenn ich noch 4 Festplatten dazu haenge. Aber das Update gibts dann erst in 2013.

Jun 072012
 

Da JAlbum etwas zickt, extra fuer Claudi schon mal vorab ein paar Bilder vom Fight im Opel-Zoo letztes Wochenende:

Bleibt nur noch die Frage – kennt jemand ne Alternative zu JAlbum? :-) Kaesetierchen.de braucht dringend was neues…

Apr 162012
 

So, mal kurz und knapp: Sewinet hatte ja versprochen das sich Anfang April die Performance verbessern soll.

Ich habe mir das mal in den letzten Tagen angeschaut, und hier ist es deutlich besser geworden – auch zu den Zeiten, in denen in den letzten Monaten  Abends nicht mehr viel ging, habe ich jetzt Übertragungsraten die nur knapp unter dem DSL6000 Limit liegen. Auch die Schaltung eines DSL Zugangs bei Verwandten vor einigen Wochen lief perfekt.

Von daher: Danke liebe Sewinet-Mitarbeiter, das passt, weiter so!

Mar 142012
 

Oder um es mit Wil Wheaton zu sagen: “Don’t be a dick!”. Ich habe einige Kommentare, die Besucher zum Thema Sewinet hinterlassen haben, direkt in die Tonne getreten. Beschimpfungen helfen keinem, und wie ich schon oft schrieb: Mir geht es nicht darum Sewinet in Grund und Boden zu posten. Und gerade wenn der Ton in den Kommentaren beleidigend wird, oder auch nur angreifend – im Zweifelsfall approve ich den Kommentar dann nicht. Kommentare unter Fantasienamen und falschen Mailadressen landen direkt in der Tonne.

Wer also, gerade zu dem Thema, hier etwas hinterlassen will, moege dies bitte sachlich tun, und immer daran denken: am anderen Ende des Internets sitzt auch ein Mensch. Niemand bei Sewinet wird morgens aufstehen und sich sagen: “Wie wuergen wir den Kunden heute mal richtig einen rein”. Ich bin der festen Ueberzeugung das das genaue Gegenteil der Fall ist, naemlich das die Sewinet Mitarbeiter uns den bestmoeglichen Service geben wollen.

Von daher: wer kommentieren will, gerne, ich freue mich ueber jedes Feedback. Auch gerne Sewinet Erfolgsstories, ich wuerde gern mehr davon hoeren. Wir haben ja in der Region durchaus eine Leidensgeschichte hinter uns, und Sewinet bietet uns – bei allen Problemen – mehr als wir bei den frueheren Anbietern so bekommen haben. DAS finde ich persoenlich schon positiv, und das sollte auch bei allem Frust nicht vergessen werden.

Mar 042012
 

So, ich habe mal eine neue TV-Karte ausprobiert, genauer gesagt die Mystique SaTiX-S2 Sky Xpress Dual. Mystique ist eine Eigenmarke vom DVBSHOP, von denen ich schon immer meine TV Karten bezogen habe. Disclaimer: Ich bekomme kein Geld/Rabatte o.ae. von denen :-)

Der eigentliche Hersteller der Karte ist DVBSKY, das genaue Modell ist DVBSKY S952. Linux-TV listet die Karte hier, aber ohne naehere Infos ob und wie sie unterstuetzt wird. Laut DVBSHOP wird die Karte unterstuetzt, und da ich die Tevii-Konstruktion (die jetzige Karte besteht aus einem PCIe-USB Controller, und 2 “USB” TV-Karten) etwas ungeschickt finde dachte ich mir: probiers halt mal.

Der erste stumpfe Versuch fuehrte zu nix – der aktuelle Kernel (3.2.8-1) erkennt die Karte nicht, auch die neuesten 3.3er RCs waren eine Sackgasse. Also habe ich mal den Support-Thread im DVBSHOP-Forum angeschaut. Die dort beschriebenen Loesungswege wirkten etwas fuckelig, liefen auch unter Arch nicht besonders gut (genauer gesagt: gar nicht). Irgendwie erschien es mir auch recht obskur ein 5 MB grosses Paket runterzuladen, nur um einen kleinen Treiber zu bekommen.

Ein Blick auf die Hersteller-Support-Webseite sah dann vielversprechender aus: Dort gibt es ein kleines ZIP-File (sigh), in dem sich 6 kleine Patchfiles gegen 3.x Kernel-Sourcen befinden. Kurzes Querlesen machte Hoffnung – die Aenderungen halten sich in Grenzen, die Patches liessen sich einwandfrei anwenden. Dummerweise kompilierte der Kernel aber nicht, mit Hilfe von Nico und Micha war der Fehler jedoch schnell gefunden. In der Datei keymaps.patch muss folgende Zeile (Line 30) hinzugefuegt werden:

+#include <linux/module.h>

Damit baut dann der Kernel einwandfrei. Jetzt muss nur noch der Kernel installiert werden, und die Firmware fuer die Karte (ebenfalls auf der Hersteller-Support-Webseite erhaeltlich) nach /lib/firmware kopiert werden. Falls udev beim Neustart meckert: einfach das Modul cx23885 ueber die rc.conf beim Systemstart automatisch laden lassen. Das wars :-)

Wer es schoener haben will kann, wie ich es auch getan habe, natuerlich ein eigenes Kernel-Package bauen. Damit hat man alles dann auch sauber im System, und muss den Kernel nicht haendisch bauen/installieren. Die Anleitung im Arch Wiki ist recht einfach nachzuvollziehen.

Ich habe die 6 Patches in der “source” sowie in der “md5sums” Sektion der Datei hinzugefuegt, sowie natuerlich auch in dem “build” Segment. Sinnvoll ist es auch den pkgname abzuaendern, dann kann man den Arch Kernel sowie den eigenen parallel installieren.

Somit laeuft die Karte mit minimalstem Aufwand, ich bin mal gespannt wie sie sich jetzt hier im Dauereinsatz schlaegt.

 

 

Feb 262012
 

“Wir lassen sie nicht allein” – mit diesem Spruch wirbt Sewinet. Ich muss allerdings sagen das ich mich sehr allein gelassen fuehle. Seit Anfang Februar versuche ich mit Sewinet ueber die staendig auftretenden Performance-Probleme zu sprechen. Wie schon mehrfach hier im Blog geschrieben ist insbesondere in den fruehen Abendstunden der DSL Anschluss kaum zu benutzen, von “internet ueberall echt schnell” (ebenfalls ein Sewinet-Werbespruch) keine Spur. Da troepfeln die Daten von performanten Servern dann mit 10-20% der moeglichen Geschwindigkeit rein, Online-Spiele ruckeln, Skype hakt.

Egal zu welcher Tageszeit ich versuche bei Sewinet anzurufen, ich lande immer beim Call-Center. Sewinet sagt zum Call-Center: “Zusätzlich wird vorübergehend das Callcenter an ein externes Dienstleistungsunternehmen ausgegliedert, um die Fragen der Kunden noch schneller beantworten zu können.”. Dies kann ich nicht nachvollziehen, die Mitarbeiter dort koennen nach eigener Aussage nur die Daten des Anrufers aufnehmen, aber meine Fragen konnten sie nicht beantworten. Auch ein verbinden zu einem Sewinet-Mitarbeiter ist nicht moeglich.

Ich habe mehrfach mein Anliegen “in die Datenbank” eintragen lassen. Ich habe allein im Februar mehrfach versucht per eMail jemanden zu erreichen – den Techniker der mir frueher geantwortet hat, unseren zustaendigen Kundenbetreuer, Herrn Wilke persoenlich, oder auch ganz allgemein die Info-Adresse. Reaktion: null.

Ich erwarte ja nicht das direkt von jetzt auf gleich eine Loesung gefunden wird, aber eine kleine Info in der Art von “Ja, das Problem ist bekannt, wir arbeiten daran” waere wirklich schoen. Ich verstehe ja auch absolut das Sewinet und die Mitarbeiter dort unter hohem Druck stehen, allerdings ist eine kurze Rueckmeldung innerhalb von 3 1/2 Wochen (wohlgemerkt eine Rueckmeldung, ich spreche nicht von der Problemloesung) doch sicher nicht zuviel verlangt.

Aktuell sieht es, aus Kundensicht, so aus als ob entweder Aussenanbindung von Sewinet (die Leitung zu Lambdanet, ueber die Sewinet den Internetzugang fuer die Kunden bezieht), oder ein Teil des Backbones unterdimensioniert ist. Vielleicht kann Sewinet da ja auch nichts dran aendern, ich schrieb ja schon an dieser Stelle das der Teil des Netzes gar nicht Sewinet gehoert, sondern Wesernet.Aber egal wer Schuld ist – auf der ersten Info-Veranstaltung von Sewinet in Hohenwepel versprach Herr Wilke den anwesenden Buergern unmissverstaendlich das jeder Kunde die erreichbare Kapazitaet des DSL-Anschlusses jederzeit voll nutzen kann. Engpaesse sollten, wenn sie denn auftreten, zeitnah beseitigt werden.

Waere schoen wenn Herr Wilke sich an dieses Versprechen halten wuerde.